« Honi soit qui mal y pense »

 

Die Amis nennen es vornehm « double sired », wir sagen einfach UPPPPSSSS…..

 

Hier die Geschichte dazu, die ich mittlerweile nur noch schmunzelnd erzählen kann: Mehr als 2 ½ Jahre ist es her, seit unsere Livy ihre ersten Kinder aufgezogen hatte. Umso mehr freute ich mich darauf, dass es hoffentlich dieses Mal klappen würde und arbeitete sehr sorgfältig (z.B. mit mehreren Progesterontests) auf dieses Ziel hin. Am Sonntag, den 18. Dezember fand dann die geplante Hochzeit statt, die wir am Montagmorgen wiederholten. Ich war guter Dinge und liess selbstverständlich die übliche Vorsicht walten, d.h.: Meine Jungs sind während Läufigkeiten konsequent in unserem Hundezimmer untergebracht. Damit ganz sicher nichts passiert, benutze ich selber während der Standhitze statt der Verbindungstüre den Hintereingang durch den Garten, was nun all die Jahre ohne Zwischenfall geklappt hatte. Nicht so am Montagabend, den 19. Dezember….. Als ich von meinem Umweg durch den Garten ins Haus zurückkehrte, stand aus mir unerklärbaren Gründen die Türe zum Hundezimmer offen und alle meine Jungs verfolgten begeistert unsere Livy, die überfordert die Treppe hinauf flüchtete. Unser Haus ist sehr offen, mein Schlafzimmer im 2. Stock ist nur durch ein hölzernes Absperrgitter abgetrennt.

 

O, wenn es sein muss, kann ich sehr sportlich sein: Ich rannte die Treppe hinauf, schubste Livy ins Schlafzimmer, schloss das Türabsperrgitter, rannte wieder hinunter ins Hundezimmer, leerte einen ganzen Futtersack auf den Boden und stiess meinen sehr bewährten «Jubidubi Schlachtruf» aus, was auch sofort funktionierte. Begeistert über den unerwarteten Futtersegen waren alle meine Jungs sofort wieder dort, wo sie hingehörten. Alle – ausser Mael! Kein Problem, dachte ich, der springt nicht, was mich z.B. in der Hundeschule schon oft erstaunt hat. Ich schloss die Türe zum Hundezimmer und rannte wieder nach oben, um Mael zu holen. Er war wirklich nicht gesprungen! Stattdessen hatte er eine Sprosse des Türabsperrgitters durchgebissen und war bereits sehr zielstrebig am decken…… Unglaublich! Mehr als fünf Minuten hatte er nicht Zeit für seine Aktionen. Ich sah nur noch rot. Zum Glück funktionierte noch ein kleiner Rest von Vernunft in meinem Hinterkopf, der mir verbot, die beiden gewaltsam voneinander zu trennen, denn genau das hätte ich am liebsten getan…. Danach hängten die beiden eine volle Stunde lang, und diese Zeit brauchte ich wohl, um wieder herunter zu fahren.

 

Welche Probleme gibt es nun? begann ich mich zu fragen. Eine richtige Checkliste ratterte durch meinen Kopf:

 

1. Livy ist eine grosse, kräftige Hündin – vom Gewicht her ziemlich gleich wie die Langhaarwhippethündin Dunja. Bei ihrem ersten Wurf hatte sie ohne irgendwelche Schwierigkeiten 6 kräftige Welpen geboren und aufgezogen. Von daher sind wohl keine Probleme zu befürchten.

 

2. Es handelt sich weder um eine Inzest- noch eine double merle Verpaarung, die aus gesundheitlicher Sicht unverantwortlich wäre. Sogar die MDR1 und CEA Werte könnten besser nicht sein. Beide sind +/+.

 

3. Es sind nicht zwei völlig verschiedene Rassen, die nicht im Geringsten zusammenpassen würden. Im Gegenteil: Shelties hatten ja ursprünglich bei der Entstehung der LHW`s kräftig mitgemischt. Es ist also nicht zu befürchten, dass schwierig handelbare Welpen heranwachsen.

 

4. Ob Livys Kinder nun Shelties oder Mischlinge sein werden, wird nicht lange ein Geheimnis bleiben, denn mittels Gentest kann ja die Vaterschaft für jeden einzelnen Welpen eindeutig nachgewiesen werden.

 

Bleibt noch das 5. und einzige Problem: Mein verletzter Stolz! Ich weiss von so manchen «Ups-Würfen» und hatte immer vollstes Verständnis dafür, dass solches schon mal geschehen kann. Trotzdem war ich immer ein bisschen stolz, dass mir das bisher in allen 11 Jahren noch nie passiert war. Damit ist es jetzt vorbei. Aber wie heisst es so schön: «Hochmut kommt vor dem Fall.» Bei diesem Gedanken musste ich erstmals über mich selber schmunzeln, was wesentlich zur Entspannung beitrug.

 

Es blieb auch ein Stück Bewunderung für Mael, obwohl ich ihn im ersten Schock am liebsten auf den Mond gewünscht hätte. Mir ist schon klar, dass jeder Hund ohne weiteres im Stande ist, eine Holzsprosse durchzubeissen. Aber nicht mit dieser Zielstrebigkeit und in dieser kurzen Zeit. Ich bewunderte auch seine Intelligenz und Beharrlichkeit.

 

Am folgenden Tag erzählte ich meiner Tierärztin das Geschehene. Auch sie fragte mich: Wo siehst Du Probleme? Meine Antwort: Eigentlich bleibt als einziges mein verletzter Stolz. «ja der interessiert mich herzlich wenig», sagte sie, und wir konnten von Herzen miteinander lachen.

 

Mir ist natürlich auch bewusst, dass es jetzt eine Menge Häme von lieben Zeitgenossen geben wird. Aber das sind nicht Leute, mit denen ich im wirklichen Leben verbunden bin oder die mir bei der Aufzucht oder beim Putzen helfen würden. Also kann mir das eigentlich egal sein. Auch mit verletztem Stolz kann ich mit gutem Gewissen in den Spiegel blicken.

 

Heute nun hat das Röntgenbild bestätigt, was Livys dickes Bäuchlein seit einiger Zeit schon ahnen lässt: Wir dürfen uns um den 20. Februar herum auf Welpen freuen. Shelties? Mischlinge? Oder gar beides? Letzteres hoffe ich mittlerweile sehr, denn ich stelle es mir in mancher Hinsicht sehr spannend vor, einen «gemischten» Wurf gross zu ziehen. Es bleibt jedenfalls spannend, und der Wurfname ist aufgrund der besonderen Umstände auch schon klar: DIE CONFETTIS. Ich freue mich auf sie!

Hier geht es zu den eigenen Seiten der kleinen Confettis: Caitlin  Camillo  Cuinn  Chaba Colin

Hier geht es zum Welpentagebuch: Die Confettis

18. Februar 2018: Die Confettis feiern ihren ersten Geburtstag

Deshalb waren wir mit unseren Mixlis Camillo, Colin und Chaba im Fotostudio bei andyfritschi.ch/

                      Caitlin                                                                          Cuinn

23. März 2017: Die Resultate des Gentestes sind eingetroffen: 

                             Caitlin und Cuinn sind Shelties,

                             Camillo, Chaba und Colin   Sheltie/LHW`s

14. April 2017: 8 Wochen (-1 Tag) anlässlich der puppy Evaluation. Danke Eva Hoderegger und Doris Walder

Die Shelties

Die "Mixlis"


Die ganze Truppe

04. April 2017: 6 1/2 Wochen alt

31. März: Fast 6 Wochen alt "on Tour"

25. März 2017: 5 Wochen alt: Gruppenbilder werden immer schwieriger!

Die Shelties: Caitlin und Cuinn

Die Mixlis: Colin, Chaba und Camillo

18. März 2017: 4 Wochen alt

12. März 2017: 3 Wochen alt.  An Mamas Milchbar wird es langsam eng. Nun können sie auch hören und interessieren sich für Spielsachen.

05.März 2017: 2 Wochen alt: Alle haben ihre Äuglein offen. Chaba am 12., ihre Geschwister am 13. Tag,

26. Februar 2017: 1 Woche alt

19. Februar 2017: Livys Kinder 1 Tag alt. Alle sind sie zwar keine Riesen aber sehr fit und vital.

 

Ich freue mich auch sehr über die Farbenvielfalt in diesem Wurf. Verpaarungen mit sablemerle finde ich u.a. auch deshalb sehr attraktiv, weil Welpen in allen Farben fallen können. Und diesmal hat Livy wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft: Wir haben eine CHW Hündin mit bluemerle Abzeichen, eine tricolour Hündin, einen bluemerle, einen sablemerle und einen sable Rüden. Auch von daher passt der Wurfname "die Confettis" perfekt!

 

"Who is who"- Sheltie oder Mix? (Siehe unten). Dazu wären im jetzigen Zeitpunkt höchstens wilde Spekulationen möglich. Deshalb lassen wir das vorläufig, bis der Gentest schliesslich Gewissheit  bringen wird. Livy macht es eh richtig: Sie betreut alle ihre Welpen mit der gleichen liebevollen Fürsorge und Umsicht.

18. Februar 2017: Geschlafen haben Livy und ich nicht in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar. Zwischen 01.20 und 4.55 Uhr schenkte Livy fünf hübschen, bunten Kindern das Leben. Die Geburt verlief völlig komplikationslos.

10. Februar 2017: Was sich mittlerweile zweifelsfrei auch so erkennen lässt, hat das Röntgenbild bestätigt: Livy ist trächtig! Die Welpen liegen gut und haben genügend Platz.